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In der 1180. Sitzung der Filmbewertungsstelle Wiesbaden hat die FBW-Jury den Film begutachtet und mit 4:1 Stimmen das Prädikat WERTVOLL erteilt.
Die Jury begründet die Bewertung mit folgendem Gutachten:
Der Träumende, der nicht mehr unterscheiden kann, ob er nicht ein von einem anderen Geträumter ist, bleibt in Literatur und Film ein beliebtes Motiv. Die Bandbreite geht dabei von den Geschichten eines Jorge Luis Borges bis zu den Matrix-Filmen.
In MIMIKRY wird nie deutlich, ob auch nur ein einziges gezeigtes Bild real ist oder ob nicht alles Gezeigte nur in der Imagination des Protagonisten geschieht. Das therapeutische Traumexperiment kommt den Ängsten der Probanden so nah, dass sich Vic heillos in ihm verliert. Oder war er doch von Anfang an derjenige, an dem das Experiment ausgeführt wird und der in jener (vielleicht einzigen “realen”) Einstellung an Schläuche angeschlossen schlafend in einer Flüssigkeit schwimmt? Diese irritierende Ambivalenz dessen, was der Zuschauer sieht, ist eine der überzeugendsten Qualitäten des Films.
Den Filmemachern gelingt es, auf der Leinwand eine virtuelle, gänzlich in sich geschlossene Welt zu schaffen, deren kalte, abweisende Atmosphäre eher einem Geisteszustand zu entsprechen scheint. Dabei wechseln ständig die Perspektiven, Erzählebenen und Deutungsmöglichkeiten, so dass der Zuschauer zum einen in diese so intensiv und in sich stimmig kreierte Welt hineingezogen wird, sich aber zum anderen keinen Reim auf sie machen kann. Dies ist ein Experimentalfilm, der durch seine Konsequenz in der Verrätselung überzeugt und in dem das einzige, was als gesichert anzunehmen ist, die menschlichen Gefühle und Ängste sind.